Osteoporose

Wenn die Knochen porös werden

Osteoporose ist eine der häufigsten systemischen (den gesamten Körper betreffenden) Erkrankungen. Es kommt dabei zum Abbau von Knochenmasse, wodurch die Knochen an Stabilität verlieren und leichter und spontan brechen können. Sobald zum ersten Mal ein Knochenbruch ohne ersichtlichen Grund auftritt, liegt eine sogenannte manifeste Osteoporose vor. Frauen sind von Osteoporose häufiger betroffen als Männer. Es handelt sich – bis auf wenige Ausnahmen – um eine Erkrankung des höheren Lebensalters. Als Risikogruppen gelten Frauen über 70 und Männer über 80 Jahre.

Symptome

Osteoporose-Symptome sind vor allem Schmerzen und Knochenbrüche, die ohne äußeren Grund oder bereits bei geringer Krafteinwirkung (etwa beim einfachen Hinfallen) auftreten. Verantwortlich dafür ist die verringerte Knochendichte. Solche Beschwerden treten aber erst im Verlauf der Erkrankung auf. Zu Beginn zeigen sich meist keine Symptome.

Diagnose und Therapie

Ein wichtiger Bestandteil der Diagnostik ist die Knochendichtemessung (Osteodensitometrie). Im Rahmen der Osteoporose-Diagnostik wird auch eine Blutuntersuchung durchgeführt. Dabei wird zum einen ein Blutbild erstellt. Zum anderen werden weitere Parameter im Blut gemessen, zum Beispiel das C-reaktive Protein und die Blutkörperchen-Senkungsgeschwindigkeit (BSG) – mögliche Anzeichen für Entzündungen als Ursache der Wirbelkörperverformungen. Auch der Kalzium- und Phosphatspiegel sowie die Kreatinin-Clearance (zur Beurteilung der Nierenfunktion) werden ermittelt. Die Therapie legt der Gynäkologe oder der Orthopäde in enger Abstimmung mit dem Patienten fest.

Spezielle Formen von Osteoporose

Transiente Osteoporose und Schwangerschaftsassoziierte Osteoporose

Die schwangerschaftsassoziierte Osteoporose und die transiente Osteoporose der Hüfte schränken Frauen in erheblichem Maße körperlich ein und bringen sie nicht selten an den Rand psychischer Belastbarkeit.

  • Im Verlauf jedoch bessern sich die Symptome merklich: die transiente Osteoporose der Hüfte heilt ohne bleibende Schäden völlig aus. 
  • Bei der schwangerschaftsassoziierten Osteoporose bewirken eine Schmerztherapie und das Abstillen, dass der Alltag innerhalb einiger Monate wieder wie gewohnt bewältigt werden kann.

Unser Tipp: Rehabilitation und Hilfe
Viele erkrankte Mütter sind nicht mehr in der Lage, Haushalt und Kind alleine zu versorgen. Es besteht jedoch die Möglichkeit, bei den Krankenkassen eine Haushaltshilfe oder eine Rehabilitationsmaßnahme zu beantragen.

Therapiebedingte Osteoporose nach Brustkrebs

Neben vielen anderen Risikofaktoren spielen bei bei der Osteoporose wie auch beim Brustkrebs gewebsspezifische Wirkungen des weiblichen Geschlechtshormons Östrogen eine entscheidende Rolle. Es wirkt nicht nur auf das Brustdrüsengewebe, sondern übt auch einen entscheidenden Einfluss auf die Regulation des Knochenstoffwechsels aus.
Obwohl im ersten Jahrzehnt nach der Menopause der Knochenmasseverlust am stärksten ausgeprägt ist, haben selbst niedrigste Östrogenserumspiegel auch in der späten Postmenopause noch einen entscheidenden Einfluss auf die Knochengesundheit.

Medikamentöse Therapie
Im Rahmen der Antihormonbehandlung des hormonsensiblen Brustkrebses bei Frauen nach den Wechseljahren ist der knochenschützende Effekt von Tamoxifen belegt.

Leiter des Osteoporosezentrums

Prof. Dr. med. Hadji
Sektionsleiter

Prof. Dr. med. Peyman Hadji

Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe, Myom-, Osteoporose und Osteoonkologie-Sprechstunde

Osteoonkologie, Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin

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