Osteoporose

Knochenbrüche ohne erkennbaren Grund

Bei der Osteoporose kommt es durch den Abbau von Knochenmasse zu einer Instabilität der Knochen. Die Knochen brechen spontan, ohne äußere Einwirkung. Besonders häufig sind der Oberschenkelhals, die Wirbelkörper der Wirbelsäule und Ober- und Unterarm von Brüchen betroffen. Frauen erkranken aufgrund Ihrer hormonellen Situation - insbesondere nach den Wechseljahren - häufiger als Männer. Die Erkrankung tritt meistens im späteren Lebensalter auf.

Symptome

Die typische Symptomatik bei Osteoporose sind spontane Knochenbrüche ohne erkennbaren Grund und Schmerzen insbesondere im Bereich der Wirbelsäule durch eingebrochene Wirbelkörper. Vor allem Frauen im höheren Alter entwickeln dadurch den so genannten "Witwenbuckel" durch eine vorgebeugte Haltung.

 

 

Diagnose und Therapie

Die Knochendichtemessung (Osteodensitometrie) spielt im Rahmen der Diagnose einer Osteoporose eine wichtige Rolle, um den Schweregrad festzustellen. Durch die Messung des Kalzium- und Phosphatspiegels lassen sich ebenfalls diagnostische Aussagen zur Osteoporose machen. Weitere Parameter, die im Blut gemessen werden, wie zum Beispiel das C-reaktive Protein und die Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG) geben Hinweise, ob möglicherweise eine Osteoporose besteht. Die Therapie legt der Gynäkologe oder der Orthopäde in enger Abstimmung mit dem Patienten fest.

Spezielle Formen von Osteoporose

Transiente Osteoporose und Schwangerschaftsassoziierte Osteoporose

Die transiente Osteoporose der Hüfte betrifft häufiger Männer im mittleren Alter als Frauen. Ursache kann eine Durchblutungsstörung im Hüftknochen sein. Die schwangerschaftsassoziierte Osteoporose schränkt Frauen in erheblichem Maße während der Schwangerschaft körperlich ein und bringt sie nicht selten an den Rand psychischer Belastbarkeit.

  • Im Verlauf jedoch bessern sich die Symptome merklich: die transiente Osteoporose der Hüfte heilt ohne bleibende Schäden völlig aus. 
  • Bei der schwangerschaftsassoziierten Osteoporose bewirken eine Schmerztherapie und das Abstillen, dass der Alltag innerhalb einiger Monate wieder wie gewohnt bewältigt werden kann.

Unser Tipp: Rehabilitation und Hilfe
Viele erkrankte Mütter sind nicht mehr in der Lage, Haushalt und Kind alleine zu versorgen. Es besteht jedoch die Möglichkeit, bei den Krankenkassen eine Haushaltshilfe oder eine Rehabilitationsmaßnahme zu beantragen.

Therapiebedingte Osteoporose nach Brustkrebs

Neben vielen anderen Risikofaktoren spielen bei bei der Osteoporose wie auch beim Brustkrebs gewebsspezifische Wirkungen des weiblichen Geschlechtshormons Östrogen eine entscheidende Rolle. Es wirkt nicht nur auf das Brustdrüsengewebe, sondern übt auch einen entscheidenden Einfluss auf die Regulation des Knochenstoffwechsels aus.

Obwohl im ersten Jahrzehnt nach der Menopause der Knochenmasseverlust am stärksten ausgeprägt ist, haben selbst niedrigste Östrogenserumspiegel auch in der späten Postmenopause noch einen entscheidenden Einfluss auf die Knochengesundheit.

Medikamentöse Therapie
Im Rahmen der Antihormonbehandlung des hormonsensiblen Brustkrebses bei Frauen nach den Wechseljahren ist der knochenschützende Effekt von Tamoxifen belegt.

Leiter des Osteoporosezentrums

Prof. Dr. med. Hadji
Sektionsleiter

Prof. Dr. med. Peyman Hadji

Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe, Myom-, Osteoporose und Osteoonkologie-Sprechstunde