Verletzungen an der Hüfte

Das Hüftgelenk ist die gelenkige Verbindung zwischen dem Oberschenkelkopf – dem oberen Ende des Oberschenkelknochens – und der Pfanne (Acetabulum) des Hüftbeins und stellt die Verbindung des Beckens mit dem Oberschenkel dar. Es ist wie das Schultergelenk ein Kugelgelenk, das sich um drei Hauptachsen bewegen lässt. Im Prinzip sind auch die Bewegungsumfänge von Schulter- und Hüftgelenk etwa gleich groß. Da wir uns aber vorwiegend gehend oder laufend bewegen, werden diese Umfänge nur selten genutzt. Gehalten wird der Schenkelhalskopf in der Pfanne des Hüftbeins durch verschiedene Bänder und eine kräftige Gelenkkapsel.

Diagnose und Therapie

Je nach Diagnose kann eine konservative oder chirurgische Therapie in Frage kommen. Die Vorgehensweise stimmen Arzt und Patient individuell ab.

Symptome

Eine häufige Form von Knochenbruch bei älteren Menschen, deren Knochen durch Osteoporose entkalkt und somit geschwächt sind, ist die Schenkelhalsfraktur (Oberschenkelhalsbruch): Dabei bricht der Hals des Oberschenkelknochens in der Nähe vom Hüftgelenk.

Das Hüftgelenk kann sich entzünden (Coxitis), wobei man eine bakterielle von einer abakteriellen Form unterscheidet: Die bakterielle Hüftgelenk-Entzündung wird durch verschiedene Bakterien verursacht. Sie kann etwa die Folge einer Hüft-Operation, Gelenkpunktion oder einer Osteomyelitis sein. Die abakterielle Coxitis tritt zum Beispiel im Rahmen einer rheumatoiden Arthritis, einer Coxarthrose (Arthrose des Hüftgelenks), einer Hüftkopfnekrose oder auch bei Knochentumoren auf.

Als Hüftdysplasie bezeichnet man eine angeborene oder erworbene Fehlbildung der Hüftgelenkpfanne. Der Oberschenkelkopf findet dabei keinen stabilen Halt in der Hüftpfanne und kann herausspringen (Hüftgelenk- oder Hüftluxation).

Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wirbelsäulenchirurgie

Prof. Dr. med. Rangger
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Prof. Dr. med. Christoph Rangger

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